Impfnebenwirkungen bei Katze und Hund 2018 und 2019

So, nach sehr langer Pause wollen wir nun unsere Schreibfaulheit endlich überwinden und was Neues veröffentlichen. Wahrscheinlich sind wir nicht allein mit unserer Aversion gegen alles, was mit Impfen und Impfstoffen usw. zu tun hat – dieser tägliche Beschuss ist unerträglich geworden.

Wie wir im Familien- und Freundeskreis vorhergesagt haben, halten die Corona-Impfstoffe nicht, was versprochen wurde und auch heute noch herumposaunt wird: nämlich dass durch Impfung Herdenimmunität erreicht werden kann und dass sich deshalb alle impfen lassen müssen. Es hat noch nie einen Impfstoff gegen Atemwegserreger gegeben, der sterile Immunität verleiht, und das ist längst auch für die Corona-Produkte klar, egal ob Vektor- oder Gen-Vakzinen. Durchgeimpfte können sich infizieren und andere anstecken, Punkt.

Zum Stand der Dinge siehe etwa diesen Bericht im British Medical Journal (englisch). Eine Impfpflicht zwecks Herstellung von Herdenimmunität lässt sich somit nicht begründen und wäre nach Einschätzung namhafter Rechtswissenschaftler/innen hierzulande verfassungswidrig.

Ein interessanter Aspekt dieses endlosen Corona- und Impf-Bombardements ist, dass in den Medien, o Wunder, vorübergehend über Impfnebenwirkungen und schwere Komplikationen berichtet wurde. Immunvermittelte Thrombozytopenie und Hirnvenenthrombosen, Herzmuskelentzündungen, Todesfälle. Alles zum Glück sehr selten, gemessen an der Zahl der verabreichten Dosen, aber eben doch existent.

Vor allem die Vektorimpfstoffe wollen die Leute nicht mehr haben. Dabei ist zugunsten von Vektorimpfstoffen immerhin festzustellen, dass sie in der Veterinärmedizin schon seit längerer Zeit angewendet werden und aus dem Stadium der experimentellen Anwendung heraus sind. Das gilt für die Gen-Impfstoffe (von manchen Kritikern auch als „Gen-Injektion“ bezeichnet) nicht, hier befinden wir uns im Stadium eines in der Medizingeschichte bisher einmaligen Feldversuchs mit Abermillionen von Probanden.

Zurück zum Thema dieses Beitrags: Impfnebenwirkungen und schwerwiegende Impfkomplikationen gibt es auch in der Veterinärmedizin, was manche Kleintierärzte nicht wahrhaben wollen. Mangels eines belastbaren Meldesystems wird nur ein Bruchteil davon erfasst. Deshalb geben die Berichte des Paul-Ehrlich-Instituts zu Impfnebenwirkungen bei Tieren kein realistisches Bild wieder. Nachfolgend nun die Meldungen von 2018 und 2019, veröffentlicht vom PEI Ende 2020.

Hund

Insgesamt 712 Meldungen

2016/2017: 746 Meldungen.

Wie viele Hunde betroffen waren, wird nicht angegeben; Meldungen können sich auch auf mehrere Hunde beziehen.

Fast die Hälfte der Meldungen entfielen auf die üblichen großen Kombi-Impfstoffe (Staupe-Hepatitis-Parvo-Parainfluenza-Lepto mit oder ohne Tollwut)

Der Anteil der Meldungen nach Lepto-Impfung war mit 45 Prozent unverändert hoch.

In zwei Fällen wurden Nebenwirkungen nach Tetanusimpfung gemeldet. Im Bericht des PEI wird darauf hingewiesen, dass diese Impfung von der Ständigen Impfkommission Vet nicht empfohlen wird und derzeit auch kein für Hunde zugelassener Tetanusimpfstoff zur Verfügung steht.

(Zugelassen sind allerdings Tetanus-Antiseren, also Präparate mit aus Antikörpern gegen Tetanus zur Behandlung der Erkrankung.)

In den meisten Meldungen ging es um immunologische Überempfindlichkeitsreaktionen: Ödeme an Kopf und Augen, Juckreiz, Erbrechen, Durchfall.

In 23 Prozent der Fälle handelte es sich um akutes Schockgeschehen mit respiratorischen Symptomen (Atemnot) oder mit Herz-Kreislauf- Symptomen.

41 Meldungen über Todesfälle

68 Meldungen über unzureichende Wirksamkeit von Impfstoffen, von denen das PEI allerdings nur 25 als möglich beurteilte.

Katze

Insgesamt 267 Meldungen

2016/2017: 205 Meldungen

Die meisten Meldungen entfielen auf Nebenwirkungen nach Mehrfachimpfstoffen mit oder ohne Tollwutkomponente.

89 Fälle mit Fieber

59 Fälle mit Apathie

48 Fälle mit Erbrechen

89 Fälle Appetitverlust/Anorexie o. ä.

22 Fälle von schweren anaphylaktischen Reaktionen, sieben davon tödlich

Insgesamt 44 Todesfälle, wovon laut PEI „bei 17 ein kausaler Zusammenhang zur Impfung hergestellt wurde“

(Von wem? Vom PEI?)

21 Fälle von Lokalreaktionen, darunter vier Fälle von Impfsarkomen

(Das PEI spricht natürlich nicht von Impfsarkomen, sondern von Fibrosarkomen.)

25 Meldungen über den Verdacht unzureichender Wirksamkeit (von denen das PEI nur acht gelten lässt)

Beitrag zum PEI-Bericht für 2016/2017 siehe hier.

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